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04.02.2016 :

Brücken-Neubau bedingt Sperrung der Ohmerather Straße

Eine im Vergleich zu ihrer optischen Erscheinung kostspielige Investition kommt auf die Gemeinde zu. Der Durchlaß des Dreisbachs unter der Ohmerather Straße nahe ihrer Einmündung in die B 507 - unmittelbar oberhalb von Ingersau gelegen - muß saniert werden. Das aus dem Jahre 1970/71 stammende Wellstahl-Maulprofil des Durchlasses weist im Bereich des schwankenden Wasserstandes eine starke Durchrostung auf, die mittelfristig zu einem Einknicken des Profils führen könnte. Eine Sanierung des Bauwerks ist nach Expertenmeinung unwirtschaftlich. Aus diesen Gründen ist ein kompletter Neubau des Bachdurchlasses geplant. Dabei sei Durchlaß eigentlich das falsche Wort - laut Definition werden alle Durchlässe von mehr als zwei Metern Breite als Brücke bezeichnet.

So gesehen wird eine neue Brücke errichtet werden, um die Straßenverbindung zwischen dem Bröltal und Eischeid, die über Ohmerath führt, zu erhalten. Statt eines Maulprofils sieht die bereits erstellte Neuplanung ein Rechteckprofil aus Beton vor, das Innenmaße von 2,50 Meter Breite und 1,75 Meter Höhe vorsieht. Gegenüber einem Rundprofil bietet dieses den Vorteil, daß der Wasserlauf bei Niedrigwasser nicht eingeschnürt wird, wodurch er seine Fließgeschwindigkeit erhöhen würde. Dies wäre abträglich für die biologische Durchlässigkeit.

16 Meter lang ist die Verrohrung unter der hier auf einem Damm geführten Straße. Am Einlauf und Ablauf sollen offene Betonprofile von jeweils 2,50 Meter Länge das Bauwerk abschließen. An dessen Boden werden - wie schon beim Wenigerbach unter der Straße 'Am Sportplatz' in Seelscheid - Wasserbausteine in einem Betonbett fixiert, die einen natürlichen Bachgrund simulieren. An den Rändern werden höhere Steine gesetzt, die Amphibien bei normalem Wasserstand ein leichtes Passieren des Durchlasses ermöglichen.

Dieser wird so ausgelegt, daß er dem Wasserandrang eines hundertjährigen Hochwassers (HQ 100) genügt. Selbst bei einem Rückstau seien hier keine Gebäude gefährdet. Eine größere Dimensionierung wurde laut Ingenieur Falko Hartmann trotz Überlegungen nicht gewählt, weil im Oberlauf des Dreisbachs noch bauliche Maßnahmen zum Hochwasserschutz geplant seien.


Das neue Durchlaßprofil  (Planung / Zeichung : Ingenieurbüro Holzem und Hartmann)

Die Bauzeit wird auf vier Wochen geschätzt, wenn während dieser Zeit kein Hochwasser auftritt. Für die Maßnahme ist eine Vollsperrung der Ohmerather Straße unumgänglich, da der Damm im Bereich des Durchlasses abgebaggert werden muß. Da bei einem Bodengutachten keine belasteten Stoffe ermittelt wurden und die Fahrbahn aus Asphalt und nicht mehr aus Teer besteht, entstünden keine höheren Entsorgungskosten. Dennoch werden allein die Baukosten mit 125.000 Euro beziffert, die Gesamtkosten gibt die Gemeindeverwaltung mit 145.000 Euro an.

Seitens des Bauamts wurde auf Nachfrage aus dem Bauausschuß versichert, daß die Sanierung der Brücke in keinem Zusammenhang mit dem Bau eines neuen Stallgebäudes mit Biogas-Anlage im nahen Ohmerath steht (siehe separate Meldung unten). Die Notwendigkeit der Baumaßnahme am Durchlaß wurde bereits bei einer routinemäßigen Prüfung im Jahr 2014 festgestellt. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Informationen über die Erweiterung des landwirtschaftlichen Betriebs. Die Entscheidung fiel daraufhin einstimmig. Wann die Arbeiten genau ausgeführt werden sollen, steht noch nicht fest. (cs)


 


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